Opel retten? Ja, aber nachhaltig!

Wer jetzt auf alte Technologien setzt, steht morgen vor der nächsten Krise. Daher fordert Grünen-Chef Cem Özdemir: Opel soll nur dann Staatshilfe erhalten, wenn der Automobilhersteller seine Produktpalette auf zukunftsfähige Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß umstellt.

Nur mit einem nachhaltigen Unternehmenskonzept rechtfertige sich beispielsweise die zeitweise Erhöhung der staatlichen Stammaktien. Dabei müsse sichergestellt werden, dass die staatlichen Finanzmittel nicht zur Sanierung des maroden Mutterkonzerns GM verwendet würden oder in die Insolvenzmasse des amerikanischen Automobilriesen fließen.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa befürwortete Cem Özdemir daher "einen aus dem Mutterkonzern General Motors (GM) herausgelösten Opel-Bereich mit einer GM-Minderheitenbeteiligung."

Opel sei ein solide geführtes Unternehmen mit Zukunftsperspektive, das gerettet werden kann, wenn ihm die Unabhängigkeit vom untergehenden Konzern General Motors gelingt. Dies machten gestern in Berlin auch der gesamte Bundesvorstand und die Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN deutlich.

Opel kann gerettet werden - ökologisch und sozial verträglich

Cem Özdemir sagte der dpa am Mittwoch, die Kriterien für eine Unternehmensrettung dürften nicht die Größe des Unternehmens oder die Stärke seiner Lobbyisten sein. Unternehmerische Unabhängigkeit sowie ein ökologisch und sozial tragfähiges Konzept seien dagegen der richtige Weg, um die 25.000 Arbeitsplätze auch langfristig zu sichern. (18.02.2009)